 | Sanfte Methoden auf dem Prüfstand |
Anonymous schreibt "Milzpeptide beweisen in einer Studie mit 1.300 Krebspatienten ihre Wirksamkeit.
Nach Operation, Bestrahlung und Chemotherapie möchte ich etwas für mich tun, damit es mir wieder besser geht." Diesen Wunsch von Krebspatienten hört Dr. Matthias Rostock von der Freiburger Klinik für Tumorbiologie oft. "Die Betroffenen interessieren sich für ergänzende naturheilkundliche Verfahren, weil sie alle Chancen für sich nutzen wollen", so der Arzt. Sein Kollege Prof. Edzard Ernst im britischen Exeter hat jetzt alternative Krebstherapien auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit wissenschaftlich untersucht - mit überraschenden Ergebnissen. So gibt es z.B. bisher keine Beweise dafür, dass Mistelextrakte die Entwicklung einer Krebserkrankung bremsen. Auch keine der speziellen "Krebsdiäten" hält einer wissenschaftlichen Überprüfung stand.
Überzeugende Untersuchungen liegen dagegen für die Behandlung mit Milzpeptiden vor: So ergab eine Studie an mehr als 1.300 Krebspatienten, die über sieben Wochen mit Milzpeptiden (z.B. Polyerga) behandelt worden waren: Jeder zweite Patient nahm an Körpergewicht zu. 66 Prozent der Patienten hatten nach der Behandlung ein sehr gutes oder gutes Allgemeinbefinden.
"Milzpeptide als körperverwandte Wirkstoffe sind dabei gut verträglich und haben eine stärkere Wirkung als Vitamine und Spurenelemente", sagt Dr. Holger Wehner, Chefarzt der gisunt-Klinik in Zetel bei Wilhelmshaven. Das belegt eine Studie an 158 Brustkrebs-Patientinnen. Unter der Milzpeptid-Therapie liegt die Anzahl der Abwehrzellen im Blut um 20 Prozent höher als bei Patientinnen, die mit Vitaminen und Spurenelementen behandelt worden sind.
Nicht nur nach, sondern auch während einer Standardtherapie helfen Milzpeptide den Patienten. Wer sie zusätzlich zur Chemotherapie einnimmt, verspürt deutlich weniger Nebenwirkungen. Die Patienten leiden seltener unter Müdigkeit und ihre Blutwerte bleiben stabiler. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Wirkstoffen, die das Immunsystem stärken: Milzpeptide können - im Gegensatz z.B. zur Misteltherapie - keine allergischen Reaktionen auslösen, und es besteht kein Risiko der Überdosierung.
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Ben Saglikliyim"
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