 | Wirkung des Hormonstoffs |
Anonymous schreibt "Calcium stärkt die Knochen - das weiß jedes Kind. Welche maßgebliche Bedeutung Vitamin D für den gesamten Knochenstoffwechsel hat, ist aber nur wenigen Menschen bewusst. Dabei ist der Organismus nur mit Hilfe des als Vitamin bezeichneten Hormonstoffs in der Lage, Calcium optimal aus dem Darm aufzunehmen und in den Knochen einzubauen. Mit zunehmendem Alter schwindet die Fähigkeit des Körpers, Vitamin D aus Cholesterol mit Hilfe des Sonnenlichts selbst zu bilden. Dieser Mangel an Vitamin D geht oft mit einem Verlust an Knochensubstanz einher. Die Folge: Osteoporose (Knochenschwund).
Doch nicht nur die Knochen werden mürbe: Bei älteren Menschen kommt es häufig auch zu Störungen der Muskelfunktion. Hinter der Muskelschwäche, die zu Stürzen und damit auch zu Knochenbrüchen führen kann, steht nicht selten ebenfalls ein Mangel an Vitamin D.
"Eine Ergänzung mit Vitamin D scheint das Sturzrisiko um mehr als zwanzig Prozent zu reduzieren", heißt es in einer Meta-Analyse der Bostoner Expertin Dr. Heike Bischoff-Ferrari, in der die Untersuchungsergebnisse von zehn international anerkannten Studien der vergangenen neun Jahre zusammengefasst wurden. Wie die Studien zeigten, ließ sich dieser Effekt mit Calcium allein nicht erreichen.
Auch die Gang- und Standfestigkeit der Betroffenen verbessert sich unter der Gabe von Vitamin D deutlich", ergänzt Professor Dr. Helmut Minne. Über die Nahrung lasse sich Vitamin D jedoch nur sehr schwer aufnehmen, weiß der Bad Pyrmonter Osteoporose-Spezialist über das Dilemma seiner Patienten zu berichten. Der Hormonstoff sei vorrangig in fettreichem Seefisch oder Lebertran zu finden. Um Stürzen und Brüchen vorzubeugen, rät der Experte älteren Patienten ab 65 Jahren daher, pro Tag vorsorglich 400 I.E. bis 800 I.E. Vitamin D in Kombination mit Calcium einzunehmen. Für etwa vier bis sechs Millionen Deutsche, die bereits an Knochenschwund und osteoporotischen Knochenbrüchen leiden, reicht eine derartige Behandlung allerdings nicht. Das Voranschreiten des Knochenabbaus lässt sich nur stoppen, wenn die Basistherapie aus Calcium und Vitamin D zum Beispiel mit hoch wirksamen Bisphosphonaten, wie beispielsweise dem Wirkstoff Alendronat (Fosamax), kombiniert wird.
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